Zur Geschichte und Trägerschaft des St. Josephshauses

 

Das St. Josephshaus in Klein-Zimmern wurde von dem durch sein besonderes soziales Engagement berühmten Bischof Emmanuel Wilhelm von Ketteler im Jahre 1864 als so genannte „St. Josephs-Knabenanstalt“ gegründet.

 

Aus dem früher burgähnlichen Anwesen mit einem landwirtschaftlichen Betrieb wurde ein Heim für Waisen, also Kinder ohne Eltern, um die sich damals niemand kümmerte. Es gab in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts noch keine rechtlich gesicherten staatlichen Jugendbehörden und keine staatliche Fürsorge. Waisenkinder mussten damals in der Regel mit ungelernter Arbeit ihr Brot verdienen und besuchten oft weder eine Schule noch hatten sie die Möglichkeit einer Berufsausbildung. Das St. Josephshaus machte beides möglich. Es war von Anfang an eine Einrichtung, die schulische und berufliche Ausbildung anbot und in Form von heimeigener Schule und handwerklicher Ausbildung auch in der Einrichtung selbst bereitstellte.

 

Das St. Josephshaus erfüllt seine anfängliche Bestimmung – mit einer Unterbrechung während des Zweiten Weltkrieges bis heute als sozialpädagogische Einrichtung mit Schule und Berufsausbildung. In den vergangenen Jahren hat sich die Einrichtung zu einem modernen Jugendhilfezentrum mit stationären, teilstationären und ambulanten Angeboten entwickelt. Wir arbeiten nach einem systemisch orientierten, personalen pädagogischen Ansatz.

Die auf Bischof Ketteler und die katholische Sozialbewegung des 19. Jahrhunderts zurückgehende Verpflichtung, sich für benachteiligte junge Menschen in der Gesellschaft zu engagieren, ist für das St. Josephshaus bis heute bindend.

Aktuelle Einblicke in das St. Josephshauses erhalten Sie in unserer Bildergalerie.

 

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